Tag der Handschrift

Projekttag zum Welttag der Handschrift

Der „Tag der Handschrift“ findet jährlich am 23. Januar statt, um die Bedeutung des Schreibens mit der Hand im digitalen Zeitalter hervorzuheben. Initiiert 1977 in den USA, würdigt der Tag den Geburtstag von John Hancock, dessen markante Unterschrift auf der Unabhängigkeitserklärung berühmt wurde.

Früher wurde jedes Tafelbild abgeschrieben, denn damals gab es ja noch keine Handys zum Abfotografieren. Und es gab sogar Noten fürs Schönschreiben. Heute wird es für viele Schüler immer schwieriger, längere Zeit mit der Hand zu schreiben.

Dies wirkt sich negativ auf viele Bereiche aus. Denn die Handschrift ist längst nicht nur fürs Schreibenlernen wichtig: Wer von Hand schreibt, kann Buchstaben besser erkennen und so besser lesen, fanden Wissenschaftler heraus. Auch für die Rechtschreibung ist mit Stift und Papier zu schreiben insbesondere für Grundschulkinder wichtig, ergab eine andere Untersuchung.
Dass man sich - auch im Erwachsenenalter - Dinge besser merkt, wenn man sie handschriftlich notiert statt auf einer Tastatur tippt, ergab erst jüngst wieder eine Studie. Auch die gezielten Handbewegungen bei der Verwendung eines Stifts sind laut der Studie vorteilhaft fürs Lernen. Die damit verbundenen visuellen Informationen und Sinneswahrnehmungen schafften im Gehirn genau die Voraussetzungen, die das Lernen fördern, schlussfolgerten die Forscher.

Insbesondere die skandinavischen Länder, wie Norwegen oder Schweden, die in der Vergangenheit voll auf Digitalisierung im Schulunterricht gesetzt haben, rudern mittlerweile wieder zurück. Diese sogenannten "Early Adopters" haben gemerkt, dass das Schreiben ohne Stifte im Unterricht nicht gut funktioniert und sind deshalb wieder zum analogen Schreiben zurückgekehrt. Die digitalen Geräte aus den Klassenzimmern ganz verbannen, das wollen die meisten Bildungsforscher trotzdem nicht. Sie sehen in der Kombination von analogen und digital unterstützten Lernmethoden die beste Lösung für einen Schulunterricht der Zukunft.

Und auch wenn sich unsere Schülerinnen und Schüler über den regelmäßigen Einsatz von iPads im Unterricht freuen, so lernen sie doch in den ersten beiden Schuljahren mit Freude die Buchstaben der Druck- und Schreibschrift.

Die Freude am Schreiben mit der Hand (wieder) zu erwecken war auch Ziel der beiden Projekttage anlässlich des Welttags der Handschrift. Bereits das dritte Jahr in Folge hatte Förderlehrerin Helena Beil zahlreiche Übungsstationen zur Schrift und Motorik für die Kinder vorbereitet, die diese mit Begeisterung absolvierten. Unterstützt wurde Frau Beil von unserer Sozialpädagogin Frau Schindlmeier.

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